Laufen mit Gewichten: Sinn oder Unsinn – Die Antwort liegt auf der Hand

Laufen mit Gewichten – hierzu gibt es viele verschiedene Meinungen im Internet. Die einen behaupten es sei nicht gesund, da zusätzliches Gewicht den Gelenken schadet und die anderen sagen, es bringt einfach nichts mit Gewichten zu laufen. Ich habe schon länger überlegt mit Gewichtsmanschetten zum laufen zu kaufen, war mir aber wegen der vielen unterschiedlichen Meinungen nie sicher und habe es gelassen. Doch bei meinem letzten Besuch eines SportScheck-Laden lagen sie vor mir „Gewichte zum Laufen“ also was soll ich sagen als FitnessTester war es quasi meine Pflicht, diese jetzt endlich mal zu Testen.

Zum Artikel

Nike – Gewichtsmanschette im Test

Da es im SportScheck nur 2 Marken an Gewichtsmanschetten gab, habe ich mich für die teureren von Nike entschieden, da sie gegenüber der Unifit wesentlich bequemer saßen.


nach oben ↑

Produktbeschreibung

Nike Gewichtsmanschette fürs Handgelenk, anatomisch designed, in der Weite verstellbar und mit Klettverschluss zu schließen; das praktische Daumenloch verhindert, dass die Manschette beim Training verrutscht; das Futter aus atmungsaktivem Drifit® hält die Haut kühl und trocken; in 2 Gewichtsstärken erhältlich: 1,13kg, 0,45kg; Handgelenkmanschette von Nike, aus 91% Eisen, 7% thermoplastische Elastomere, 2% Polyester.

nach oben ↑

Material und Verabeitung

Meine sind jetzt die 1,13kg schweren Gewichtsmanschetten und das hört sich weniger an, als es tatsächlich ist. Das Obermaterial heißt bei Nike Drifit® und fühlt sich in etwas an wie Neopren. Die gesamte Verarbeitung sowie die Nähte der Handgelenksmanschetten sehen wirklich ordentlich und stabil aus. Die Füllung besteht aus kleinen Kügelchen, die sich dem Handgelenk anpassen und somit eine gute Gewichtsverteilung ermöglichen.

nach oben ↑

Ergonomie und Tragekomfort

Die Laufgewichte haben eine kleine Schlaufe (Daumenloch), damit die Manschette beim Laufen nicht auf dem unterarm hin und her rutschen kann. Somit gibt es eine linke und eine rechte Gewichtsmanschette, die man einfach mit einem stabilen Klettverschluss anlegen kann.

nach oben ↑

Das war bis jetzt alles schöne Theorie

Bis jetzt war alles nur schöne Theorie, die sich zwar gut anhört aber noch nicht gezeigt hat, ob sie auch tatsächlich stimmt. Das anlegen der Manschetten ist wirklich kinderleicht durch den starken Klettverschluss. Wenn man das Handgelenk ein wenig schüttelt passt es sich perfekt an und rutscht auch kaum hin und her.

Aber aus der Erfahrung heraus kann ich jedem nur Empfehlen, wenn er hat ein dünnes Schweißband unter die Gewichtsmanschetten zu ziehen, denn das fühlt sich auf dauer um einiges angenehmer an.

Was mir noch aufgefallen ist, dass die die Hackenseite des Klettverschluss nicht komplett überdeckt wird und dieser beim Laufen schon mal am T-Shirt reiben kann. Das macht bei 1-2 mal noch nichts aus aber auf dauer kann hier das teure Funktionsshirt schon leiden, dass zeigte meine Erfahrung aus Testläufen mit diversen Handy-Arm-Taschen. Ansonsten hält der Klettverschluss so wie er soll und löst sich auch nicht bei längeren Läufen vom Handgelenk.

nach oben ↑

Das Zusatzgewicht schadet den Gelenken

Diese Äußerung habe ich mehrfach im Internet lesen können und war über die Begründung doch sehr erstaunt. Es schadet den Gelenken, da ja auch dicke erst mal abnehmen müssten bevor sie anfangen zu laufen kann es ja nicht gut sein, sich zusätzliche Gewichte an den Körper zu schnellen.

Sicherlich stimmt es, dass jemand mit 15-20 oder mehr Kilo erst einmal abnehmen sollte bevor er mit dem Laufen beginnt. Doch wir reden hier über 2-3 Kilo Zusatzgewicht und nicht von 15-20 kg. Das bedeutet, wenn ich morgens nicht auf dem Klo war darf ich nicht laufen, da es sonst meine Gelenke schädigt…

Gut dieser Vergleich ist vielleicht etwas weit hergeholt aber es soll verdeutlichen, dass bei einem schon trainierten Läufer diese zusätzlichen 2 Kilo sicherlich nicht den Gelenken schaden und man läuft auch nicht jedes mal damit, ansonsten wäre der Trainingseffekt ja nicht mehr gegeben.

nach oben ↑

Meine „Laufen mit Gewichten“ – Tipps

  • Laufen für einen trainierten mit 2-3 Kilo Zusatzgewicht ist kein Problem.
  • Gewichte nur gelegentlich nutzen um den Trainingseffekt zu behalten
  • Nach Möglichkeit keine Strecken weit über 10 km mit Gewichten laufen

nach oben ↑

Mein Laufen mit Gewichten – Fazit

Mir hat das „Laufen mit Gewichten“ sehr viel Spaß gemacht und es war richtig anstrengend, obwohl es nur 2,5 kg waren. Ich kann nur jedem Läufer empfehlen es einmal auszuprobieren und es müssen ja auch nicht immer gleich die teuren Gewichtsmanschetten sein es gibt auch für weniger Geld gute und vergleichbare Modelle.

Der Trainingseffekt ist wirklich enorm und ich war überrascht, obwohl es meine Hausstrecke was, was diese Handgelenksmanschetten ausmachen. Auch der Trainingseffekt in den Oberarmen war nach dem laufen deutlich zu spüren obwohl man die Arme beim laufen ja gar nicht so viel bewegt. Alles in allem eine tolle Trainingserfahrung und Möglichkeit seine Kondition weiter zu steigern ohne dabei weiter oder länger laufen zu müssen.

nach oben ↑

Alternativen zu den Nike Laufgewichten

Klar sind die Nike Gewichtsmanschetten zum Preis von 29,95€ gut verarbeitet, doch ist das auch ein stolzer Preis und ich habe dazu gleich mal etwas Preisgünstigere Alternativen in ähnlicher Verarbeitungsqualität raus gesucht – wie z.B.:

7 Kommentare
  1. Laufen mit Gewichten? Naja, dass ist wirklich Unsinn. Die Intensität kann man auch anders erhöhen (Bergläufe). Beim straffen Wandern sieht das anders aus, aber auch da brauche ich keine Gewichtsmanschetten, sondern packe mir einfach meinen Rucksack etwas voller. Am besten große Wasserbehälter nehmen, die kann ich ausschütten, wenn die Kräfte schwinden. Sport Frei!

    • es geht doch nicht um das gesamt Gewicht einer Person!
      Zum Training der Armmuskulatur soll dies nützlich sein, keine Erhöhung des Pulses oder der Ausdauer. Also ist ein Rucksack oder ein Berglauf doch hier fehl am Platz

  2. Toller Kommentar. Es geht hier um Manschetten für die Arme – kein Zusatzgewicht für den konpletten Körper oder die Beine. Wie soll das Schwachsinn sein? Was hat ein Berglauf mit dem Training von Armen während dem Laufen zu tun? Wenn man seinen ganzen Körper trainieren will macht ein Parcour Sinn. Die Gegebenheiten hat aber nicht jeder. Ich finde die Idee interessant diese Gewichte zu benutzen. Man muss sie ja nicht bei jedem Lauf nutzen.

  3. Haben Sie auch Erfahrungen mit Gewichten an den Füssen? Ich bin mir momentan am überlegen, ob ich mir welche kaufen soll, damit ich meine Ausdauer / Kraft trainieren kann.

    • Hallo Labonita,

      entschuldige bitte die späte Antwort. Ich selber habe es mit Gewichtsmanschetten an den Füssen probiert und war nicht davon angetan. Die Manschetten haben mich beim joggen zu sehr beeinträchtigt, da sie immer etwas hin und her rutschen.

      Besser finde ich in so einem Fall eine Gewichtsweste, mit der man wunderbar joggen kann.

      Sportliche Grüße

      Der FitnessTester

  4. Hallo,
    ich finde den Bericht sehr toll!
    Da ich bei meinem nächsten Lauf auch Armmanschetten tragen werde.
    Ich möchte meine kleinen Fettpölsterchen an den hinteren Oberarmen endlich loswerden!
    Und wenn da noch bisschen mehr Anstrengung durch die Gewichte (direkt an den Armen) da ist, kann man sich schon vorstellen, dass das eine Gewisse Auswirkung hat.
    Ich freue mich drauf und bin gespannt und motiviert durch Ihren Bericht.
    Sportliche Grüße MeryLou

  5. Guter Artikel. Neben Kraftsport betreibe ich zwei mal die Woche Cardio-Training. Mal HIIT, mal stinknormales Joggen. Als Vorbereitung auf meinen Militärdienst gehe ich neuerdings mit 15kg Zusatzgewicht (Kampfrucksack und 10 1.5Liter Flaschen Wasser) joggen. Zu Beginn eine schweisstreibende Tortour – macht man dies einen Monat lang und lässt danach die Gewicht wieder weg, kommt man sich vor wie Hermes der Götterbote 🙂 Kann ich bei entsprechender körperlicher Fitness nur empfehlen.

Deine Meinung zu dem Thema